Was ist das Fediverse?

Kurz gesagt: das Fediverse (auch »federated social web« oder »Föderation« genannt) ist ein alternatives Netzwerk, in dem die Nutzer*innen im Vollbesitz ihrer Daten und persönlichen Informationen sind. Jede*r entscheidet hier selbst, wer welche Informationen erhält.

DIY und Handarbeit: Die Rückeroberung des freien, sozialen Internets

Ermöglicht wird das durch eine wachsende Anzahl an Plattformen für Microblogging (twitter-ähnlich: Mastodon, GNU Social, Pleroma, etc.), soziales Netzwerken (facebook-ähnlich: Diaspora, Friendica, Socialhome u.a.) und komplexeren Plattformen (wie Hubzilla).
Die Software-Basis ist quelloffen. Das bedeutet, was und wen ihr zu sehen bekommt, ist nicht das Resultat eines obskuren Algorhitmus.
Außerdem: Allen diesen Plattformen ist gemein, dass sie aus einer Vielzahl an Netzknoten (sog. Instanzen, Nodes oder auch Pods) bestehen, die untereinander kommunizieren können. Das funktioniert ein bisschen wie E-Mail (das bekannte nickname@server.xy begegnet dir hier wieder) steht den Entwicklungen der zentralisierten Sozialen Medien entgegen, wo alle Daten bei wenigen zusammenfließen. Das Prinzip der Offenheit geht zum Teil so weit, Nutzer*innen auf ganz unterschiedlichen Plattformen miteinander kommunizieren können.

Z.B. könnt ihr einen Account bei Mastodon haben und uns unkompliziert bei Friendica folgen.

Warum seid ihr nicht auf Facebook/Google+/etc. vertreten?

Aus Gründen. Die ihr alle selber sicher kennt.

Sich nicht um Privatsphäre zu scheren, weil man nichts zu verbergen habe zählt als Argument gerade so viel, als sei einem die Redefreiheit egal, weil man nichts zu sagen habe. (Snowden, 2015)

Es ist einfach nicht einzusehen, warum wir Menschen dazu anstiften sollten, mit uns auf Plattformen in Kontakt zu treten, die die öffentliche Rede und die Schaffung vertrauter Beziehungen eher torpedieren als ermöglichen. (Disclaimer: Twitter nehmen wir hiervon erstmal aus, weil es sich wenigstens teilweise noch Nutzerrespektierend verhält.)

Das Fediverse im Spiegel von Umsonstläden

Der KostNixLaden ist ein Projekt, das von der Idee her auf das unmittelbare Zusammentreffen und den spontanen Austausch ausgelegt ist. Viele Nutzer*innen des KostNixLadens sehen, neben den Gebrauchswerten, gerade darin einen “Mehrwert”, unter der Annahme ähnlicher Interessen zusammen zu treffen. Die spontane Verknüpfung über Interessen ist im Fediverse ebenfalls möglich.

Auch wenn wir natürlich vor allem Wert darauf legen, im »wahren Leben« zusammen zu treffen, ist es wünschenswert, wenn die Webpräsenzen ebenso Rücksicht auf die Nutzer*innen nimmt, wie unser Laden auch.